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Im Auf und Ab des Lebens Autor: Christine Kayser

Verlag: Elbverlag Magdeburg

Seitenzahl: 154 Seiten

  • Preisca. 7 €

Im Auf und Ab des Lebens: Erzählungen und Geschichten, die das Leben schrieb

Bewegtes Leben spannend erzählt.

Es gibt Erzählungen, die liest man, legt sie weg… – Nicht bei Christine Kaysers „Im Auf und Ab des Lebens.“ Ich las die Geschichten, ließ sie auf mich wirken, las sie erneut, um auf den Punkt zu bringen, was sie ausmachen: Gleich in der zweiten Geschichte „Meine Wegbegleiter“, gemeint sind Bücher, erkennt man ihr Bekenntnis, ihre große Liebe zum Schreiben, zur Literatur. Dafür nimmt sie manches in Kauf, so als Kind den Zorn der Mutter, wenn sie die Hausarbeit beim Lesen vergisst, beim heimlichen Verschlingen der Bücher erwischt wird.„Der zerbrochene Nähkasten“, bereits am Anfang eine starke Geschichte, ist gleichsam ein Zeugnis ihrer Kindheit, die sie in der Nachkriegszeit verbringt, geprägt durch die Erzählungen des Vaters, der noch unter dem Eindruck des Krieges steht. Ausdrucksstark und inhaltsschwer erzählt Christine Kayser aus der Kindheit, der Jugend in der Zeit des Aufbaus, zeichnet die Entwicklung ihrer Helden schicksalhaft (Die Oberschwester, Die blinde Frau) und bewegend auf. Auffallend echt wirken die Naturschilderungen auf den Leser, ein heran nahendes Gewitter, Donner und Blitz, die Naturschauspiele untermalen oft feinfühlig die Stimmung und gleichzeitig die Spannung in den Begebenheiten, den Aktionen ihrer Figuren (Freundschaft, Kurz vorm Ertrinken). Daneben bringt sie auch als „Tierversteherin“ (Der kleine Igel, Das zugeflogene Glück, Felix) einfühlsame Geschichten dem Leser nahe. Unterbrochen wird der Geschichtenreigen von zahlreichen Gedichten („Die Augen der Kinder“ berührt wohl am meisten), diese stellen die Autorin auch als Lyrikerin vor. Am Ende des Bandes stehen zwei Seiten mit Aphorismen, originell, lebensnah und einprägsam. Die zahlreichen Kurzgeschichten, die den größten Raum einnehmen, wirken auf mich episodenhaft mit kurzer, knapper und prägnanter Handlung. Spannungsgeladen ist die Erzählweise, mit einem mehr oder weniger dramatischen, glücklichem (Der Mann im roten Hemd) oder unglücklichem Ausgang (Abseits, Stumme Schreie).Ihre Helden sind die einfachen Menschen „wie du und ich“ (Der Streit, Die Frau des Malermeisters) mit all ihren charakterlichen Vorzügen und Mängeln, guten und schlechten Eigenschaften. Sie werden nicht grenzenlos verurteilt, eher in ihrem Verhalten in Frage gestellt. Haben wir nicht alle etwas von ihnen, könnten uns nicht ebenso auch ihre Missgeschicke oder Glücksmomente geschehen? Die Autorin hat es sich nicht leicht gemacht. Beim Schreiben hat sie ihre Geschichten gleichsam nochmals durchlebt, lust- voll, intensiv, feinfühlig und derb, immer aufmerksam , begierig nach dem , was Leben ausmacht – ernst, heiter, bunt , schillernd und kurios (Die Geisterfahrerin), manchmal düster bis grotesk (Der letzte Moment, Kalter Mond , An der Grenze). Die knapp 50 unterhaltsamen Erzählungen und Geschichten von Christine Kayser sind – wie das Leben eben ist – ein Auf und Ab.

Monika Szappat


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